Jahr für Jahr

Viele von euch lesen diesen Blog schon länger. Sicher habt Ihr auch die Zeit der Entwicklung mitbekommen, die es mir auch schwer macht diese selbst mitzubekommen. Es sind noch immer alte Gedankenspiele vorhanden, die sich immer wieder einschleichen.

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Dankeschön
Jahr für Jahr
© Depressionist

(ich habe lange überlegt wie ich denn den Titel nennen soll und ob ich eigentlich wirklich einen solchen Beitrag schreiben soll, schließlich werden doch die ganze Zeit in den letzten Tagen solche Beiträge vorgeschrieben und dann öffentlich gemacht. Ich für meinen Teil sitze gerade jetzt an diesen Artikel und ob ihr einen kleinen Jahresrückblick von mir wollt, das weiß ich nicht, aber ich werde es mal versuchen.)

Allgemeines

Ein Jahr sind 365 Tage, die mal schneller oder mal langsamer vergehen. Stunden, die uns wie Tage vorkommen. Monate, die sich wie Wochen anfühlen. Wir fliegen durch die Zeit, durch die erlebten Momente, durch Jahreszeiten und verpasste Chancen. Ein immer wiederkehrender Rhythmus der Feiertage und – für viele – die Vorbereitung auf schwierige Tage mit Menschen, die ihnen nicht guttun. Oder auch andersrum mit feststehenden Treffen, bei denen wir Menschen treffen, die uns das gute Gefühl geben, dass uns glücklich macht.

Bei mir war letzteres eher der Fall. Ich habe in diesem Jahr mehr Zeit in der Klinik verbracht, als bei mir zu Hause. Es war eine schwere Zeit, aber auch eine Zeit mit wundervollen Persönlichkeiten. Zu einigen habe ich immer noch Kontakt, auch wenn der Kontakt in den letzten Tagen oder Wochen etwas zurückgegangen ist, es tut mir leid aber es kommen bessere Tage. Denn, wenn ich was in der Zeit der Klinik gelernt habe ist es nach vorn zu schauen und aus einem trüben Tag auch mal einen schönen Tag zu zaubern. (auch wenn es nur mal 5 Minuten sind)

Das Alte wird besser. Das Neue ist gut.

Viele von euch lesen diesen Blog schon länger. Sicher habt Ihr auch die Zeit der Entwicklung mitbekommen, die es mir auch schwer macht diese selbst mitzubekommen. Es sind noch immer alte Gedankenspiele vorhanden, die sich immer wieder einschleichen. Es ist wie ein Mechanismus, der über Jahre antrainiert ist. Aber dennoch wird es besser, ich kann manchmal Lob annehmen ohne es kleinzureden. Manchmal fühle ich mich mit einem Lob auch sehr gut, auch wenn ich nicht weiß, was ich darauf sagen soll. Ein "Danke" scheint mir in mancher Situation nicht ausreichend, auch wenn es das Sinnvollste in dieser Situation ist. Aber keine Angst, ich übe und lerne noch.

So ist das auch mit anderen Dingen. Zum Beispiel sind da auch Zweifel, ob ich etwas schaffen kann. Ängste, die mich ab und zu überkommen. Oder Leistungen, die ich einfach so erbracht habe, auch wenn es nur kleine Dinge sind, diese kleinzureden. Es ist schwierig, da eine Routine zu entwickeln. Ich möchte auch nicht leugnen, das ich mich mit anderen vergleiche und schaue, wie ich mich nicht einordnen kann. Einige von euch werden jetzt vielleicht sagen "Du schreibst hier doch nur, um bejubelt zu werden." Es wäre sicher gelogen, wenn ich sagen würde das diese Anerkennung nicht auch ein wenig guttun würde. Aber es ist nicht die Hauptaufgabe dieses Blogs. Es soll vorwiegend Augen öffnen und einen AHA-Effekt haben und betroffenen Helfen und zeigen "Du bist nicht allein".

Vielen Dank!

Ich werde mal langsam zum Ende kommen, natürlich könnte ich hier noch viel mehr zusammenfassen, was ich alles dieses Jahr erlebt habe.

Ich möchte mich bei allen Leuten bedanken, die mir dieses Jahr - positiv wie negativ - begegnet sind. Ja, auch negative Menschen, weil sie eine Herausforderung waren, durch die ich Grenzen besser setzen konnte und weiß, was ich nicht will. Doch ein viel größeres Danke geht an die positiven Menschen, die mir zugehört haben, mich gelesen haben, mich unterstützt haben, sich mit mir ausgetauscht haben, mir einen Raum geboten haben, mir eine Rückmeldung gegeben haben, für mich da waren, mich motiviert haben und auch die, die mich kritisiert haben. Dieses Jahr war an vielen Ecken eine Bereicherung, bitte entschuldigt, wenn ich aus Zeitgründen diese nicht alle aufzählen kann. Ich danke einfach allen positiven Menschen, denen ich dieses Jahr begegnen durfte. Und du darfst dich sicher zu diesen zählen.

Ich wünsche mir und euch für das neue Jahr mehr Gelassenheit. Ich wünsche euch allen Wege, die ihr sehen könnt. Ziele, die ihr am Wegesrand finden könnt. Gute Momente und Erkenntnisse. Ich wünsche euch Mut. Mut, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die schwierig sind. Ich wünsche euch Unterstützung und Menschen, die an euch glauben, auch wenn es mal nicht rund läuft. Ich wünsche allen ein paar Menschen, die das sehen können, wenn wir es selbst nicht mehr sehen. Vor allem wünsche ich euch, dass ihr immer einmal mehr aufsteht, als das ihr euch hinlegt. Ich wünsche euch ein öfter gesagtes “Fickt euch doch”, wenn ihr euch mit schlechten Menschen umgebt. 

Was 2020 bringt?

Stabilität, immer weniger Schwankungen. Schwere Momente und Herausforderungen, denen ich mich aber stelle. Krisen, Freude, Tränen und Lachen. Es wird alles dabei sein. Ich habe keine Vorsätze. Ich habe Wünsche. 

Ich bin dankbar für meine Kinder, die mir Zeit und Raum für diesen Blog gegeben haben. Danke für ein wundervolles Jahr. Wir lesen, hören oder sehen uns.


Bis zum nächsten Beitrag,
Ronny